ein treffen mit madame

gewitterneigung und nieselregen: die passende kulisse für ein kurzes treffen mit der vergangenheit. das gespräch stockt immer wieder, weil wir uns beide nicht entscheiden können, ob wir nun betroffen, beleidigt oder beleidigend sein sollen. am ende löst sich alles in relativer entspannung. erkenntnisgewinn gering, aber die paar blöden witze waren es wert. bis nächste woche.

sommerloch im blätterwald

titelschlagzeile in der münchner az von heute:

"Balkan-Motten fressen Biergartenbäume kahl!"

man beachte das ausrufezeichen als signal besonders gekünstelter entrüstung.

zwischenbericht

das freundliche an münchen ist, dass man nach der rückkehr von einem italienaufenthalt die ganzen italiener mittags am marienplatz beim betrachten des glockenspiels wieder treffen kann.

zwei tage stadt, dann ab in die berge.

ich reise ab

abgereist

etappe eins: das naheliegende. über den brenner, italien. eine woche, mindestens. dann sehen wir weiter.





so frei

jetzt also das, was sich so breitbeinig vor einem aufbaut und sich urlaub nennt. es gibt ja ein paar vorhaben, auf die ich mich freue, aber es gibt auch die tage dazwischen. brückentage - hoffentlich halten die seile.

die suche

der blick aus dem bürofenster: mitten auf der straße steht ein herr im grauen anzug, mit einem als spazierstock getarnten regenschirm, schaut aus dick umrandeten gläsern erst in die eine, dann in die andere richtung, auf der wirren suche nach dem richtigen weg, und als er endlich losgeht, wird er beinahe von einem daimler überfahren.

die andere

auf einmal passiert das: da kommt die frau von früher auf ein wochenende vorbei. eine affäre, die freundschaft war und wieder freundschaft wurde, die letztlich wohl auch später auslöser der trennung war, und als sie weg ist, auf wochen hin verreist, liegt das herz offen. plötzlich fehlt sie mehr als die frau, mit der ich über vier jahre hinweg fast alles teilte. inspiration, die die töne wieder fließen lässt, ganz unbeschwert. jetzt, wo es freundschaft bleiben muss. federleicht.

sportflaneur

schöner satz aus einer kritik zu paul simons auftritt in lörrach:

Simon war schon immer ein melancholischer Optimist. An diesem Abend trägt er einen kleinen Sporthut und sieht aus wie einer, der für Corrado Soprano in New Jersey Sportwetten kassiert.

via SZ

eine kleine nachtmusik





pickelhaube

neuerdings wüster pickelausschlag an linker und rechter schulter.
bricht sich da etwas bahn, was auf dem feldweg keinen platz mehr hat?

gute nacht freunde

bemerke: auch die elektrische zahnbürste des nachbarn, des nächtens am offenen fenster zum einsatz gebracht, kann die akustisch unfreundliche strahlkraft eines rasenmähers entwickeln.

...die wurst hat zwei

allmählich langt's. die letzten wochen waren wohl doch ein wenig zu fordernd, haben stur auf mich eingetrommelt und allmählich schwinden die kräfte. manchmal gelingen sie zwar noch, die unverbindlichen abende im plauderton der dezenten zuneigung. keine gefahr. nur bei der arbeit, dort wird die zahl derer, die man nicht mehr im gesichtsfeld aufgetaucht haben möchte, täglich größer. eine enge woche noch, dann ein paar freie. alles hat ein ende...

abend am fenster

abendamfenster

drei tage im schnelldurchlauf, dann ein abend am fenster für gedanken. ein fest, vernetzt mit acht stunden small talk als energietest. schade nur, dass die einzige frau, für die ich augen habe, am ende zu betrunken ist. der neue tag treibt mich mit pochendem schädel ins grelle mittagslicht, zum ersten treffen mit der verflossenen seit wochen. für bauchschmerzen keine zeit, und so werden es zwei freundschaftlich neutrale stunden. waffenruhe auf vertrautem terrain. auch mal schön, sich hinterher nicht wieder tausend fragen stellen zu müssen. so wird es abend, mit den üblichen geräuschen. geplauder vom balkon, eine sirene in der ferne, lachen, das klappern von geschirr. und irgendwann, als der himmel nicht mehr glüht, ein klavierkonzert als vertonte zuversicht.

himmel

ein ernüchterndes bild: menschen in der u-bahn nach halb zwei in der früh. und der name klara himmel.

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